Dr. med. dent.

Wilhelm Geisemeyer

Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Schwerpunkt Implantologie

Leistungen unserer Zahnarztpraxis in Garbsen

Implantate - eine neue Dimension in der Zahnmedizin

Implantate - Festsitzende Zähne
Als Implantate bezeichnet man in der Zahnheilkunde künstliche Zahnwurzeln. Implantate werden operativ in einen zahnlosen Kieferbereich eingepflanzt. Zur Versorgung fehlender Zähne sind Implantate immer dann besonders geeignet, wenn die Nachbarzähne noch gesund sind und somit ein Beschleifen der gesunden Zähne entfällt. Implantate geben einer Totalprothese sicheren Halt, da der Zahnersatz auf den Implantaten einrasten kann.


Sind Implantate ästhetisch?
Der ästhetische Eindruck bei Implantaten ist optimal, da auf sichtbare Klammern verzichtet werden kann. Die Verwendung neuester Implantate hat die früher übliche Wartezeit bis zum Einsetzen der Zähne erheblich verkürzt, so dass schon nach 3 - 6 Wochen, in einigen Fällen auch schon eher, die endgültigen Zähne angefertigt und eingegliedert werden können. Die Implantation ist in den meisten Fällen ambulant durchführbar, daher reicht auch meistens eine örtliche Betäubung für den Eingriff aus, die Sie von Ihren bisherigen zahnärztlichen Behandlungen kennen.
Sind Implantate schmerzhaft?


Implantateingriffe sind weit weniger schmerzhaft als fast alle Patienten vor einer solchen Behandlung erwartet haben. Dies liegt am schonenden Vorgehen bei einer Implantation, um den für die Einheilung so wichtigen Knochen zu schützen, und an den modernen Instrumentarien zum Setzen der Implantate. Mit Implantaten können Sie ohne Angst fest zubeißen, sprechen und lachen Implantate - ein Stück mehr Lebensqualität.
Eine verbindliche Entscheidung für oder gegen eine implantologische Behandlung ist jedoch erst nach der Voruntersuchung möglich. Bei dieser Untersuchung wird eine medizinische Diagnose gestellt, die den Umfang der bei Ihnen erforderlichen Behandlung in Abstimmung mit Ihren Wünschen bestimmt. Voraussetzung für einen langfristigen Erhalt der Implantate sind eine ausreichende Knochenqualität und -quantität sowie eine perfekte Mundhygiene. Ihre natürlichen Zähne werden vor der Implantation saniert, Zahnfleischerkrankungen müssen behandelt und ausgeheilt sein.


Gönnen Sie sich das gute Gefühl festsitzender Zähne, denn die neue Generation der Implantate zeichnet sich unter anderem durch absolute Natürlichkeit aus. Erleben Sie den einzigartigen Luxus der festsitzenden Dritten - und keiner merkt den Unterschied zu Ihren echten Zähnen!

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Zahnersatz

Hier muss grundsätzlich unterschieden werden zwischen festsitzendem (Kronen, Brücken) und herausnehmbarem Zahnersatz (Prothesen).

  • Kronen
    Zahnkronen geben ihren Zähnen das natürliche Aussehen wieder und können sie lange schützen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Anfertigung der Kronen - wir beraten Sie im Einzelfall mit der für Sie besten Methode. Welche Möglichkeiten gibt es?
  • Vollguss(-Metall)krone
    Sie besteht aus speziellen Metalllegierungen und ist damit nicht zahnfarben.
  • Keramik-Verblendkrone
    Sie besteht aus einem (Edel-) Metallgerüst und einer keramischen Verblendung. Diese Kronen bieten heute eine ausgezeichnete Ästhetik, hohe Farbstabilität, eine gute Verträglichkeit und Kaudruckstabilität. Der Zeitaufwand ist je nach Ausführung - Voll- oder Teilverblendung- unterschiedlich aufwändig und schwierig.
  • Metallfreie Krone
    Sie kommt in der Natürlichkeit, der Farbgebung und der Lichtdurchlässigkeit Ihrem eigenen Zahn am nächsten. Wir verwenden diese Kronenart besonders gern im sichtbaren Bereich, was zu hervorragenden ästhetischen Ergebnissen führt.
  • Teilkrone
    Hat ein Zahn noch genügend gesunde Substanz, die nicht überkront werden sollte, kann die Anfertigung einer Teilkrone sinnvoll sein. Hierzu werden als Materialien nur Gold oder Keramik verwendet.
  • Veneers
    Veneers sind hauchdünne Keramikschalen, die ausschließlich für die Frontzähne hergestellt werden. Sie werden auf den Zahn geklebt und bedecken so den gesamten sichtbaren Bereich des Zahnes, wobei sie die Lichtdurchlässigkeit der natürlichen Zahnkrone nicht beeinträchtigen. Da hierbei nicht der ganze Zahn überkront wird, wird so gesunde Substanz geschont. Sie sind die ästethisch anspruchvollste Versorgung im Frontzahnbereich und auch geeignet, ggfs. leichte Zahnfehlstellungen zu korrigieren.
  • Stiftaufbau
    Wenn ein Zahn oberhalb des Zahnfleisches kaum noch gesunde Substanz besitzt, um durch eine Krone restauriert zu werden, muss unter Umständen eine Stiftaufbau in die noch gesunde Wurzel eingesetzt werden. Dies geschieht heute in der Regel mit geklebten Glasfaserstiften, die ein dem natürlichen Zahn ähnliches Elastizitätsverhalten besitzen.
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Parodontologie

Die Parodontologie ist die Lehre von den Erkrankungen des Zahnhalteapparates.


Die Parodontitis, oft auch Parodontose genannt, ist die entzündliche Erkrankung des Zahnbettes. Durch die entzündlichen Veränderungen kommt es zu einem Abbau des Zahnhalteapparates und in Folge zu einer Lockerung der Zähne. Wir wissen heute, dass durch die Parodontitis mehr Zähne verloren gehen als durch die Karies. 70% aller Erwachsenen haben heute eine mehr oder weniger schwere Form der Parodontitis.


Wie entsteht die Parodontitis?
Die Parodontitis ist ein krankhaftes Geschehen mit mehreren möglichen Ursachen, die im Einzelfall geklärt werden müssen.
Hauptursache ist der mit Bakterien durchsetzter Zahnbelag. Die Stoffwechselprodukte dieser Bakterien gelangen in das Gewebe der zahntragenden Substanzen und lösen dort entzündliche Vorgänge aus. Genetisch bedingt können diese Vorgänge höchst dramatisch oder auch mehr oder weniger unauffällig verlaufen. Begleitet werden diese Veränderungen oft mit einem unangenehmen Geruch ( Halitosis ), oft ein Grund, warum Patienten uns aufsuchen. Bekannt ist heute weiter, dass Raucher ein um 70 % höheres Risiko haben, an der Parodontitis zu erkranken.
Man erkennt die Parodontitis daran, dass das Zahnfleisch nicht mehr seine normale gesunde blassrosa Farbe hat, sondern stellenweise oder auch generalisiert gerötet und geschwollen ist und leicht zu Blutungen neigt. Es entstehen Zahnfleischtaschen mit immer größerer Tiefe, die ab einem gewissen Zeitpunkt vom Patienten gar nicht mehr zu reinigen sind und die Erkrankung dramatisch werden lassen: der Verlust der Zähne droht.


Diagnose:
Wir prüfen mit Parodontalsonden die Tiefe der Zahnfleischtaschen und ermitteln so den Entzündungsgrad des Zahnfleisches. Ergänzend können bakteriologische Sondentests angewendet werden, um die Bakterienspezies zu ermitteln, die die Erkrankung ausgelöst hat.


Behandlung:
Bei geringen Taschentiefen genügt zur Behandlung im Allgemeinen ein so genanntes Scaling der befallenen Zahnwurzeln, ggf. kombiniert mit einer antibiotischen Behandlung. Unter Lokalanästhesie werden hierbei die Wurzeloberflächen mit Spezialinstrumenten geglättet und entzündetes oder bereits abgestorbenes Gewebe entfernt.
Bei tieferen Zahnfleischtaschen ( mehr als 5,5 mm ) sollte operiert werden. Hier werden in örtlicher Betäubung so genannte Lappenoperationen durchgeführt, um die Wurzeln der Zähne unter Sicht sorgfältig reinigen und behandeln zu können.
Die Zähne werden so nach Abheilung wieder deutlich fester.


Ergänzend dazu können auch Knochersatzmaterialien und/oder Membranen Verwendung finden, die den Heilungsverlauf unterstützen.
Eine Parodontitis kann nur in einem engmaschigen Recall erfolgreich sein, das heißt, der Patient sollte sich in regelmäßigen Abständen von 3 - 4 Monaten wieder in der Praxis vorstellen, um ggf. Reinigungen und Nachbehandlungen durchführen zu lassen.
Wir können Ihnen bei der Vorsorge und bei der Behandlung dieser Erkrankung helfen!

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Prophylaxe

Zahnbelag, auch Plaque genannt, ist die Hauptursache für die Entstehung von Karies und Zahnfleischentzündungen. Denn : Ein sauberer Zahn wird nicht krank!
Zahnbelag bildet sich innerhalb weniger Stunden auf dem Zahn und vor allem in den Zahnzwischenräumen. Werden diese Beläge nicht regelmäßig und gründlich entfernt, sind Schäden an den Zähnen und am Zahnfleisch die Folge. Aber : Dazu muss es nicht kommen!
Wir können Ihnen in unserer Praxis die richtigen Pflegemaßnahmen für zu Hause zeigen und eine professionelle Zahnreinigung bei Ihnen durchführen. Tun Sie etwas für Ihre Zahngesundheit und fragen Sie uns nach diesen Leistungen.


Warum ist Zahnbelag gefährlich?


Beläge an den Zähnen entwickeln sich in verschiedenen Stadien:
  • als Speisereste auf und zwischen den Zähnen, die sich noch leicht ausspülen lassen
  • als weiß-gelbliche Beläge, in denen sich Bakterien bereits gut vermehren können. Diese Beläge können mit der Zahnbürste noch gut entfernt werden
  • manchmal als verfärbter Zahnbelag, verursacht durch Tee, Kaffee, Zigaretten oder Rotwein, der rau auf der Zahnoberfläche haftet. Hier kann man allein mit der Zahnbürste oder Reinigungspasten nichts mehr machen
  • als mineralisierter Zahnbelag (Zahnstein), der sich auch unterhalb des Zahnfleisches ausbreiten kann. Diese Ablagerungen können nur noch in der Praxis beseitigt werden.


Die Beläge auf den Zähnen enthalten Mikroorganismen, die mit ihre Stoffwechselprodukten die Zähne und auch das Zahnfleisch schädigen können. Sie produzieren einerseits Säuren, die aus dem Zahnschmelz Mineralien herauslösen, was zur Karies führt, andererseits irritieren diese Stoffwechselprodukte das Zahnfleisch. Es entzündet sich, kann beim Zähneputzen bluten, und durch die Entzündung kann es zum Abbau des Kieferknochens kommen (s. Parodontitis!)


Was kann die professionelle Zahnreinigung?

Wir stellen zunächst die Menge der Beläge mit einem Mundhygienestatus und die Blutungsneigung des Zahnfleisches fest und demonstrieren Ihnen den Befund.


Dann entfernen wir mit Spezialinstrumenten ( Ultraschall, Airflow, Airmax ) die harten und weichen Beläge und Verfärbungen der Zähne. Dabei werden alle Zähne - vor allem die von Ihnen nicht zugänglichen Bereiche - sorgfältig gereinigt, die Zähne poliert, damit erneute Belagsbildung erschwert wird und anschließend eine Fluoridierung der Zähne zur Härtung des Zahnschmelzes durchgeführt.
Im Rahmen dieser Behandlung und Beratung gehen wir auch auf eine " zahn- " gesunde Ernährung ein.


Wer Wert auf intakte Zähne und gesundes Zahnfleisch legt, kommt um die professionelle Prophylaxe nicht herum. Es ist notwendig und sinnvoll, diese Behandlung ca. alle sechs Monate vorzunehmen.

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Laserbehandlungen

Wie verwenden in unserer Praxis einen Softlaser (Helium-Neon-Laser).
Er wird u.a. eingesetzt zur Unterstützung der Wundheilung, bei der Parodontitisbehandlung, bei der Behandlung von Kiefergelenksbeschwerden, Herpes labialis und Aphten.

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Oralchirurgie

Die Oralchirurgie ist innerhalb der Zahnheilkunde ein spezialisierter Zweig, der sich mit der chirurgischen Behandlung von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen beschäftigt.Der Fachzahnarzt für Oralchirurgie macht an einer weiterbildungsberechtigten Ausbildungsstätte (Klinik oder Praxis)nach dem zahnmedizinischen Examen eine mindestens dreijährige Zusatzausbildung mit anschließender Facharztprüfung. Ziel dieser Ausbildung ist die chirurgische Behandlung von Erkrankungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich.Zu diesen Erkrankungen zählen Zysten, zahnbedingte Entzündungen, Erkrankungen durch verlagerte Weisheitszähne, Erkrankungen der Speicheldrüsen und der Weichgewebe des Mundes (z. B. die Parodontitis, s.o. ), sowie gutartige Tumore im Mund- und Kieferbereich.Zu den in diesem Fachbereich durchgeführten Eingriffen zählen die Entfernung verlagerter Weisheitszähne, die Wurzelspitzenresektion, Entfernungen von Zysten, Lappenoperationen in der Parodontitisbehandlung, Behandlung von Gingivarezessionen, Implantationen usw.

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Füllungen

Ein Loch im Zahn kann nicht von selbst ausheilen!
Meldungen aus der Presse, dass Medikamente, Ozontherapien oder Laserbestrahlungen hier helfen, sind leider immer noch Utopie!
Nur eine Füllung durch den Zahnarzt kann den weiteren Kariesprozess und damit die weitere Zerstörung des Zahnes aufhalten.
Verschiedenste Materialien sind hier in den letzten Jahren entwickelt worden, die sich hinsichtlich Ästhetik, Belastbarkeit, Haltbarkeit, Arbeitsaufwand und Kosten sehr unterscheiden. Welche Alternativen gibt es?

Amalgam
Das Amalgam wird seit mehreren Jahrzehnten weltweit als direkter Füllungswerkstoff eingesetzt. Es lässt sich gut verarbeiten, wird sofort in den Zahn eingebracht, ist auch für größere Defekte geeignet, ist haltbar und wird von den Krankenkassen als einziges Füllungsmaterial voll übernommen.
Nachteile: Die metallische, dem Zahn nicht ähnliche Farbe und der Quecksilbergehalt, der wissenschaftlich nicht untermauerte Spekulationen über mögliche gesundheitliche Schäden ausgelöst hat. Nach Untersuchungen durch die DGZMK und andere seriöse Gesellschaften sind gesundheitliche Schädigungen dadurch nicht nachweisbar.


Inlays
Inlays, auch Einlagefüllungen genannt, bieten den Zähnen ein Mehr an Haltbarkeit und Ästhetik, je nach Material.
Sie werden nach einem Abdruck im zahntechnischen Labor hergestellt und werden mit einem geeigneten Kleber oder Zement im Zahn fixiert.

  • Goldinlays
    Gold kommt - bis auf seine Farbe - den Eigenschaften eines Zahns sehr nahe. Es ist korrosionsstabil, druckbeständig und sehr gut verträglich. Goldinlays halten extrem lange, wenn sie gut gepflegt werden und sind daher die dauerhafteste und damit auch wirtschaftlichste Lösung.
  • Keramikinlays
    Sie können in verschiedenen Verfahren hergestellt werden, entweder in einem direktem Fräsverfahren in der Praxis (Cerec) oder nach einem Abdruck im Labor. Vom eigenen Zahn ist das Keramikinlay vom Laien überhaupt nicht mehr zu unterscheiden und ist deshalb auch kosmetisch besonders überzeugend.
  • Kunststoffinlays
    Sind ebenfalls kosmetisch überzeugend, jedoch wegen des weicheren Materials nicht so langlebig.


Kunststoffüllungen
Weitere Alternativen sind Kompomere, Komposite oder Glasionomere

Diese plastischen Materialien werden zum Teil in sehr aufwändigen Verfahren in Mehrschichttechnik entweder direkt am Patienten angewendet oder auch im Labor gefertigt. Wegen der sehr unterschiedlichen Materialeigenschaften haben Kunststoffe eine unterschiedliche Lebensdauer und einen sehr genau zu definierenden Einsatzbereich. Für große Füllungen eignen sich diese Materialien dauerhaft jedoch nicht.

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Endodontie / Wurzelkanalbehandlung

Die Endodontie ist ein Teilgebiet der Zahnheilkunde, das sich mit der Anatomie, Physiologie, Erkrankung, Diagnostik und der Therapie des Zahninneren (Endodont, Zahnpulpa/Zahnnerv) befasst.

Erkrankungen des Zahninneren sind häufig die Hauptursache für Zahnschmerzen. Die daraufhin folgende Therapie ist der Beginn einer Wurzelkanalbehandlung.


Wann und Warum ist eine Wurzelkanalbehandlung notwendig?

Jeder Zahn stellt mit seinen Nerven und Blutgefäßen ein eigenes kleines "Organ" dar. Diese Gefäß- und Nervenbündel laufen von der Wurzelspitze in das Zahnmark (Pulpa) und ernähren das Zahnbein (Dentin).

Durch eine tiefe Karies können Bakterien durch den Zahnschmelz und das Dentin den Nerven erreichen und durch ihre Stoffwechselprodukte schädigen. Hierbei kann es zu einer, häufig sehr schmerzhaften, Wurzelentzündung kommen. Hält dieser Zustand länger an (irreversible Pulpitis) kann das Zahnmark absterben, der Zahn wird devital. Man spricht auch von einer Gangrän. Folge können eitrige Entzündungen (Abszess) oder Zysten sein.


Was wird bei einer Wurzelkanalbehandlung gemacht?

Unter örtlicher Betäubung wird der Zahn zunächst aufgebohrt und die einzelnen Wurzelkanäle dargestellt. Bei Backenzähnen können es bis zu fünf Kanäle sein. Die Kanäle werden erweitert und gereinigt. Hierbei wird das erkrankte und infizierte Gewebe entfernt. Durch unterschiedliche Spüllösungen und Pasten, die in die Wurzelkanäle eingebracht werden, wird versucht, in den Wurzelkanälen möglichst alle schädlichen Keime abzutöten. Mit einer Kombination aus weichen und festen Wurzelfüllmaterialien werden die Kanäle anschließend dauerhaft verschlossen.
Um den Zahn nach der Wurzelkanalbehandlung wieder zu stabilisieren und aufzubauen, nutzen wir adhäsiv ("eingeklebte") befestigte Kunststoffe.

Sind größere Zahnhartsubstanzdefekte vorhanden, empfiehlt es sich, bei einer guten Prognose der Wurzelkanalbehandlung, den Zahn prothetisch, d.h. mit z.B. Kronen, dauerhaft zu versorgen.

Zur besseren Verankerung kann es auch nötig sein, mit einem speziellen Stiftsystem, das in die gefüllten Wurzelkanäle eingesetzt wird, eine notwendige Aufbaufüllung mit restlichen Zahn zu verbinden.


Prognose und Möglichkeiten bei Rezidiven

Sehr feine Verästelungen bzw. Seitenkanäle können eine ausreichende Desinfektion der Wurzel verhindern und sie so wieder infizieren.
Zur Therapie solcher Fälle zählt die Endo-Revision, d.h. die erneute Aufbereitung der Wurzel und die Wurzelspitzenresektion, bei der in einem chirurgischen Eingriff die betroffene Wurzelspitze entfernt wird.


Aktuelles in der Endodontie

In den letzten Jahren sind für die Behandlung von Wurzelkanälen einige Verbesserungen entwickelt worden.
Für die Aufbereitung von stark gekrümmten Kanälen verwenden wir heute hoch flexible Nickel-Titanfeilen, die zu einem deutlich höheren Erfolg führen als herkömmliche Stahlfeilen.

Zur Längenmessung der Wurzelkanäle werden, außer einem Röntgenbild, genauere Ergebnisse mit elektronischen Messgeräten der neuesten Generation erreicht.

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Kiefergelenkerkrankungen

Die Muskulatur des Kiefers, Halses, Gesichts und Nackens wird über das Kauen durch den sensiblen Tastsinn der Zähne mit gesteuert. Auch kleine Veränderungen in diesem komplexen Zusammenspiel der Zähne, Muskeln und Gelenke können Störungen verursachen. Den Ursachen dieser Störungen kann man heute mit Verfahren zur Funktionsanalyse auf den Grund gehen. Die Anzeichen von Funktionsstörungen können sein: Muskelschmerzen in Gesicht, Hals und Nacken, Verspannungen, häufig auftretende Kopfschmerzen, Knacken und Schmerzen der Kiefergelenke, schmerzhafte Bewegungen des Unterkiefers sowie Geräusche im Ohr (Tinnitus).

Mit der klinischen Funktionsanalyse können wir diagnostische Werte über die Lage des Kiefers im Schädel, Bewegungen des Unterkiefers und im Kiefergelenk und die Beziehung von Ober- und Unterkiefer zueinander erhalten. So können die Ursachen akuter Beschwerden ermittelt und, wenn nötig, mit Hilfe einer Schienentherapie behandelt werden.

Dazu wird eine detaillierte Anamnese erhoben, die darin besteht, dass alle Funktionen des Kauapparates wie die Bewegungen des Unterkiefers nach allen Seiten, Muskelverspannungen und Geräusche der Kiefergelenke diagnostiziert werden. Mit Hilfe gnathologischer Instrumente werden die individuellen Bewegungen des gesamten Kauorgans erfasst und in einen so genannten Artikulator übertragen, mit dem wir die individuelle Situation simulieren können. Auf diese Weise können wir Störungen im Kauorgan ermitteln und beheben.

Die dauerhafte Beseitigung dieser Störungen erfordern oft ein ganzes Bündel zahnärztlicher Behandlungsmaßnahmen: Gleithindernisse müssen beseitigt werden, Knirschflächen verkleinert, gekippte und/oder verlagerte Zähne entfernt, Lücken geschlossen werden. Im Ergebnis resultiert eine Harmonie in der gesamten Funktion des Kausystems.

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Narkosebehandlung

In regelmäßigen Abständen führen wir in unserer Praxis mit einem Anästhesistenteam Behandlungen in Vollnarkose (ITN = Intubationsnarkosen) durch.

Diese Form der Behandlung macht es uns möglich, auch Eingriffe, die sonst viele einzelne Sitzungen erforderlich machen würden, in einer Behandlung durchzuführen. Auch Patienten, die sonst nur unter größter Überwindung ihrer Angst vor der zahnärztlichen Behandlung zu behandeln sind, können so die notwendigen Maßnahmen durchführen lassen. 

Dies gilt insbesondere für Kinder, bei denen größere Sanierungen erforderlich sind.

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Bleaching

Ursachen von Verfärbungen

Es gibt unterschiedliche Ursachen für Zahnverfärbungen und genauso unterschiedliche Therapien, die eingesetzt werden, um diese zu entfernen. Äußere Verfärbung, die z. B. durch Tee-, Kaffee-, Rotwein- oder Nikotimkonsum entstehen, sollten zunächst durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden (siehe Prophylaxe).

Manchmal ist der Zahnschmelz von Natur aus eher gelblich oder grau. Weitere Ursachen können bestimmte Allgemeinerkrankungen sein oder einige Antibiotika, die während der Zahnbildung innere Verfärbungen bewirken.

Zähne nach einer Wurzelkanalbehandlung bzw. devitale Zähne werden sehr häufig dunkler.

Therapie
Sollte eine professionelle Zahnreinigung mal nicht ausreichen, kommt das Bleaching zum Einsatz.
Hierbei bevorzugen wir das sanfte "Home Bleaching". Dafür wird eine Trägerschiene aus Kunststoff angefertigt, die mit Bleichgel beschickt z.B. abends etwa 2-3 Stunden getragen wird, Dieses wird solange wiederholt, bis die gewünschte Aufhellung ereicht ist.
Bei dem sog. internen Bleaching devitaler Zähne wird in den Zahn direkt, d. h. in die Zahnkrone eine spezielle chemische Substanz eingelegt. Der Zahn muss dafür mit einer provisorischen Füllung verschlossen werden. Nach erfolgreicher Aufhellung kann der Zahn mit einer definitiven Kunststoffüllung oder einer Keramikeinlagefüllung versorgt werden.


Was Sie beim Bleaching beachten sollten

Die Zähne sollten gesund, sauber und frei von Zahnstein sein. Das Bleichmittel kann nur die Zähne aufhellen, nicht aber zahnfarbene Füllungen.Nach zwei bis drei Jahren -manchmal auch schon früher- dunkeln auch gebleichte Zähne wieder nach. Die Behandlung kann dann problemlos wiederholt werden.

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Zahnschmuck

Zahnschmuck wird in unterschiedlichen Varianten angeboten (Dazzler, Twinkles, Zahntattoos). Das Motiv wird mit Hilfe eines speziellen Klebers (Haftvermittler, dünnfließender Kunststoff) völlig schmerzfrei z.B. auf die Schneidezähne aufgeklebt. Bohren ist dabei nicht nötig.

Der Zahnschmuck kann rückstandsfrei und ohne Schäden an den Zähnen zu hinterlassen, wieder entfernt werden.

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