Dr. med. dent
Wilhelm Geisemeyer
Fachzahnarzt für Oralchirurgie Schwerpunkt Implantologie
 
Kiefergelenkerkrankungen

Die Muskulatur des Kiefers, Halses, Gesichts und Nackens wird über das Kauen durch den sensiblen Tastsinn der Zähne mit gesteuert. Auch kleine Veränderungen in diesem komplexen Zusammenspiel der Zähne, Muskeln und Gelenke können Störungen verursachen. Den Ursachen dieser Störungen kann man heute mit Verfahren zur Funktionsanalyse auf den Grund gehen. Die Anzeichen von Funktionsstörungen können sein: Muskelschmerzen in Gesicht, Hals und Nacken, Verspannungen, häufig auftretende Kopfschmerzen, Knacken und Schmerzen der Kiefergelenke, schmerzhafte Bewegungen des Unterkiefers sowie Geräusche im Ohr (Tinnitus).
Mit der klinischen Funktionsanalyse können wir diagnostische Werte über die Lage des Kiefers im Schädel, Bewegungen des Unterkiefers und im Kiefergelenk und die Beziehung von Ober- und Unterkiefer zueinander erhalten. So können die Ursachen akuter Beschwerden ermittelt und, wenn nötig, mit Hilfe einer Schienentherapie behandelt werden.
Dazu wird eine detaillierte Anamnese erhoben, die darin besteht, dass alle Funktionen des Kauapparates wie die Bewegungen des Unterkiefers nach allen Seiten, Muskelverspannungen und Geräusche der Kiefergelenke diagnostiziert werden. Mit Hilfe gnathologischer Instrumente werden die individuellen Bewegungen des gesamten Kauorgans erfasst und in einen so genannten Artikulator übertragen, mit dem wir die individuelle Situation simulieren können. Auf diese Weise können wir Störungen im Kauorgan ermitteln und beheben.
Die dauerhafte Beseitigung dieser Störungen erfordern oft ein ganzes Bündel zahnärztlicher Behandlungsmaßnahmen: Gleithindernisse müssen beseitigt werden, Knirschflächen verkleinert, gekippte und/oder verlagerte Zähne entfernt, Lücken geschlossen werden. Im Ergebnis resultiert eine Harmonie in der gesamten Funktion des Kausystems.